Zürich, 13. Mai 2025. Das 100-Franken-Goldvreneli wurde ausschliesslich im Jahr 1925 in einer Auflage von nur 5’000 Exemplaren geprägt. Am 28. Mai 2025 wird die SINCONA AG, Zürcher Auktionshaus für Numismatik, im Rahmen seiner Frühjahrsauktionen sechs dieser 100 Jahre alten Raritäten anbieten. In den letzten Monaten hat das 100-Jahr-Jubiläum der Münze eine grosse öffentliche Beachtung gefunden, weil die Swissmint eine Sonderprägung herausgibt. Sammler haben die Möglichkeit, eines der heissbegehrten Originale zu erwerben. Die Schätzungen der Stücke reichen von 7’500 bis 15’000 CHF.
Die SINCONA Auktionen 96 bis 98 finden vom 26. bis 28. Mai 2025 in Zürich statt, sie sind auf der Auktionsplattform (inklusive Videobesichtigung ausgewählter Stücke) einsehbar, und bieten eine grosse Auswahl numismatischer Highlights. Die Gesamtschätzung der insgesamt 3’548 Losnummern liegt bei rund 5,1 Mio. CHF. Die sechs 100-Franken-Goldvreneli kommen 28. Mai zur Versteigerung, die Schätzungen reichen von 7’500 bis 15’000 CHF.
Lateinische Münzunion
Die seltenen 100-Franken-Goldvreneli wurden nach den Standards der Lateinischen Münzunion geprägt und konnten bei ihrer Prägung in vielen Ländern Europas als normales Umlaufgeld zirkulieren.
Die Schweiz gehörte 1865 zu den Gründungsmitgliedern der Lateinischen Münzunion (LMU). Deren Mitglieder – Frankreich, Belgien, Italien und (ab 1868) Griechenland – einigten sich darauf, ihre Gold- und Silbermünzen hinsichtlich Grösse, Gewicht und Feingehalt einheitlich nach französischem Vorbild zu prägen. Damit waren die Münzen der Mitglieder kompatibel und zirkulierten in allen Teilnehmerstaaten der LMU.
In welchem Umfang die Regierungen Papiergeld ausgeben durften, war vertraglich nicht geregelt. Dies rächte sich während des Ersten Weltkriegs. Da viele Bürger ihre Gold- und Silbermünzen horteten, druckten die Regierungen Banknoten in grossen Mengen und hoben – mit Ausnahme der neutralen Schweiz – die Konvertierbarkeit ihrer Banknoten in Gold auf. Dies führte zu straken Wechselkursschwankungen zwischen den Nominalen der verschiedenen LMU-Mitgliedsstaaten, was sich nur schwer mit den Vertragsbestimmungen vereinbaren liess. Trotzdem hielten die Regierungen zunächst an der LMU fest, da sie hofften, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wieder zu einem geregelten Geldverkehr zurückkehren zu können.
Nur 5’000 Exemplare
Als die 100-Franken-Goldvreneli 1925 entstanden, erlebte Europa einen Wirtschaftsboom, der als die Goldenen Zwanziger Jahre ins kollektive Gedächtnis eingegangen ist. Die Nachfrage nach grösseren Nominalen stieg, und so prägte die Schweiz auf Antrag von Bundespräsident Jean-Marie Musy, der gleichzeitig dem Finanzdepartement vorstand, zum ersten und einzigen Mal das grösste von der Lateinischen Münzunion vorgesehene Nominal, das Goldvreneli zu 100 Franken. Man plante nur 5’000 Exemplare, eine verschwindend kleine Menge. Zum Vergleich: Vom Vreneli zu 20 Franken wurden im selben Jahr 400’000 Stück geprägt.
Die Vreneli wurden in der Eidgenössischen Münzstätte in Bern geprägt, die Stempel von den Graveuren der Monnaie de Paris nach dem Vorbild von Landry hergestellt. Über die Gründe für die Fertigung ist nur wenig bekannt. Sicher handelt es sich nicht um Gedenkmünzen für Sammler im modernen Sinn. Viel wahrscheinlicher ist es, dass das Finanzdepartement mit einer ersten kleinen Auflage testen wollte, welcher Aufwand für die Produktion der 100 Franken nötig sei, und ob sich das neue Nominal im Umlauf bewähren würde.
Jubiläumsjahr des 100-Franken-Goldvrenelis
Zu einer Fortsetzung der Prägung kam es nicht, weil sich das währungspolitische Umfeld änderte. Ende des Jahres kündigte Belgien den Währungsvertrag. Daraufhin löste sich die Lateinische Münzunion auf. Die Schweiz setzte zum 1. Januar 1927 die Münzen der anderen Teilnehmerländer ausser Kurs. Sie behielt einzelne Nominale aus der Epoche der LMU bis in die 1960er Jahre bei. Die Notwendigkeit für schwere Goldmünzen zu 100 Franken sah das eidgenössische Finanzdepartement dagegen nicht mehr.
Jürg Richter, Inhaber und Geschäftsführer der SINCONA Group: «Wir von SINCONA freuen uns, dass wir im Jubiläumsjahr des 100-Franken-Goldvrenelis so eine aussergewöhnliche und grosse Auswahl dieser kostbaren Stücke anbieten können. Wir hoffen, dass die Aufmerksamkeit, die die neue Gedenkmünze der Swissmint auf diese aussergewöhnliche Prägung lenkt, auch der klassischen Numismatik das verdiente Interesse verschafft.»
Die Experten der SINCONA stehen bei Fragen zur Entwicklung der Preise bei Sammelobjekten gerne für ein Gespräch zur Verfügung.
SINCONA lädt Medienschaffende ein, im Mai bei den Saalauktionen im Auktionssaal am Limmatquai 112 in Zürich live dabei zu sein.
Bitte melden Sie sich bei Jenni Kommunikation an. +41 44 388 60 80 oder sylvana.zimmermann@jeko.com
Über SINCONA
SINCONA steht für SINCONA Swiss International Coin Auction AG. Das international renommierte Auktionshaus für Numismatik hat seinen Sitz in Zürich und führt zweimal jährlich weltweit beachtete Auktionen im Premiumbereich durch. Spezialisiert ist SINCONA auf Münzen, Medaillen, Banknoten, Orden und Ehrenzeichen.
Zur SINCONA-Gruppe gehören neben der SINCONA AG die SINCONA TRADING AG, ein ebenfalls in Zürich ansässige Handelshaus für Anlagegold und weitere Edelmetalle, die Frankfurter Münzhandlung Nachf. GmbH, deren Fokus auf dem EU-Markt liegt, sowie als Beteiligung die Münzen Gut-Lynt GmbH, spezialisiert auf Onlineauktionen. Damit bietet SINCONA unter einem Dach die jeweils optimale Lösung für Erwerb und Verkauf von numismatischen Objekten.
Die Experten der SINCONA-Gruppe sind ausgewiesene Spezialisten für alle Bereiche der Numismatik und Anlageedelmetalle. Der persönliche Kontakt und die bestmögliche Beratung der SammlerInnen und KundInnen sind bei SINCONA eine Selbstverständlichkeit. SINCONAs weltumspannendes Netzwerk bietet optimale Möglichkeiten zur Erweiterung oder Vermarktung von Sammlungen.
SINCONA ist Mitglied der International Association of Professional Numismatists (IAPN) und des Verbandes Schweizer Berufsnumismatiker (VSBN).
Jürg Richter, Geschäftsführer und Inhaber der SINCONA-Gruppe, ist Vorstandsmitglied des VSBN. Arne Kirsch, Geschäftsführer der SINCONA Deutschland GmbH, der Frankfurter Münzhandlung Nachf. GmbH und der Münzen Gut-Lynt GmbH, ist nach einer Amtsdauer von fast zehn Jahren als Präsident der IAPN nunmehr deren Ehrenpräsident.
Michael Hardmeier, Geschäftsführer der SINCONA TRADING AG sowie der Frankfurter Münzhandlung Nachf. GmbH ist amtierender Schatzmeister der IAPN.
Weitere Informationen unter https:/www.sincona.com/
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