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Am Rand lauert die Gefahr: Edge Computing mit anderen Augen sehen

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Zürich, 14.12.2021 – Die explosionsartige Zunahme an vernetzten Geräten wird den Bedarf an Edge-Computing-Lösungen noch weiter erhöhen. Bei der Abwägung der Vorteile und Risiken der dezentralen Datenverarbeitung sind viele Unternehmen allerdings verunsichert. Dabei lassen sich beide Punkte problemlos unter einen Hut bringen, wie die Checkliste von Lucy Kerner, Director Security Global Strategy and Evangelism bei Red Hat, zeigt.

Beim Edge Computing findet die Verarbeitung der Daten in der Nähe der Datenquelle statt, sodass Übertragungs- und Antwortzeiten minimiert werden und eine Kommunikation nahezu in Echtzeit möglich ist. Gleichzeitig verringert sich die Netzbelastung, da nur bestimmte Daten an das zentrale Rechenzentrum übertragen werden. Edge Computing ist aber auch mit einigen Herausforderungen verbunden: Durch die hohe Anzahl an Geräten unterschiedlicher Hersteller und die verteilte Struktur erhöht sich die Komplexität der Architektur, wodurch Wartung, Administration und Betrieb der lokalen Umgebung deutlich aufwendiger werden können. Zudem müssen mehr Geräte und Standorte hinsichtlich IT-Sicherheit und Datenschutz überwacht werden.

Wie können Unternehmen diese Risiken des Edge Computing mit den unbestreitbaren Vorteilen in Einklang bringen?

  • Sicherheit muss Teil einer ganzheitlichen Edge-Strategie sein: Dezentrale Architekturen bieten Angreifern mehr und auch neue Chancen, die IT-Security zu unterwandern. Daher gewinnen Themen wie Netzsicherheit, Zugriff auf die Geräte und deren Produktsicherheit an Bedeutung. Gerade beim Edge Computing können häufige Fehler wie die Inbetriebnahme von Systemen mit einem Standardpasswort, eine fehlende Multi-Faktor-Authentifizierung oder nicht gepatchte Devices schlimme Folgen haben. Unternehmen sollten deshalb Sicherheit von Anfang an als Teil einer ganzheitlichen Edge-Computing-Strategie betrachten. Die Geräte und Verbindungen am Netzwerkrand müssen genauso gut geschützt werden wie das zentrale Rechenzentrum und denselben strengen Richtlinien und Massnahmen unterliegen.
  • Konsistenz ist der Schlüssel: Eine fehlende Standardisierung bremst den Edge-Computing-Ansatz aus. Ein klassisches Beispiel sind traditionelle SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition)-Systeme, wie sie an unzähligen Industrie-Anlagen im Einsatz sind. Jede Maschine kann einen anderen Software-Stand haben, zudem kommunizieren die Systeme – vor allem aus Sicherheitsgründen – nicht mit anderen Komponenten einer Netzwerktopologie. In der Regel werden Edge-Geräte für eine ganz bestimmte Aufgabe entwickelt und stammen daher oft von den unterschiedlichsten Anbietern. Das erschwert nicht nur die Verwaltung, sondern auch den Schutz gegen Cyberangriffe. Lösungen mit standardisierten Schnittstellen, Protokollen und Prozessen machen alles einfacher.
  • Hybrid Cloud wird zur Basis: Edge Computing setzt eine gemeinsame Plattform voraus, über die der Stack als Erweiterung der Kerninfrastruktur aufgesetzt und verwaltet werden kann. Das schliesst unter anderem auch Security-Aspekte wie Betriebssystemsicherheit, Identity- und Access-Management, Schwachstellenmanagement und Datensicherheit ein. Eine offene Hybrid Cloud bietet eine solche einheitliche Anwendungs- und Betriebserfahrung – und zwar durch eine gemeinsame, durchgängige, horizontale Plattform über die gesamte Architektur hinweg, unabhängig davon, wo Workloads verarbeitet und gespeichert werden.
  • SASE erlaubt Kontrolle: Traditionelle Netzwerkarchitekturen stossen im Zeitalter von Edge Computing an ihre Grenzen. Die Antwort darauf sind ausgereifte SASE (Secure Access Service Edge)-Lösungen, wie sie MSSPs (Managed Security Service Provider) im Angebot haben. Das SASE-Modell vereint umfassende SD-WAN (Software-Defined Wide Area Netzwerk)- und Netzwerksicherheitsfunktionen in einer Cloud-basierten Lösung, mit der Networking und Cybersicherheit zentral verwaltet werden. Im Kern geht es darum, dass die Sicherheitsfunktionen bereits am Netzwerkrand greifen und in großem Umfang umgesetzt werden.

Innovationen entwickeln sich durch den Austausch von Ideen. Gerade Edge Computing erfordert eine branchenweite Zusammenarbeit, um eine breite Vielfalt an Use Cases unterstützen zu können. Unternehmen brauchen interoperable, konsistente Lösungen, die den Aspekt Sicherheit von Grund auf berücksichtigen. Dann müssen sie auch keine Angst vor Fragmentierung, Vendor Lock-in oder Sicherheitsrisiken haben. Und genau hier wird Open Source interessant: Open Source und sein Partnernetzwerk helfen Unternehmen, das Beste aus Edge Computing herauszuholen.

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