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Globaler Boom auf dem Schwarzmarkt für gefälschte Impfzertifikate

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Sicherheitsforscher von Check Point sprechen von exponentiellem Anstieg – auch in Österreich und der Schweiz. Der Umfang gleicht einer Fälschungs-Industrie

San Carlos, Kalifornien – 17. September 2021 – Check Point® Software Technologies Ltd. (NASDAQ: CHKP), ein weltweit führender Anbieter von Cyber-Sicherheitslösungen, aktualisiert seine Nachforschung zum Handel mit gefälschten Corona-Impfnachweisen. Während im Dezember 2020 noch Impfstoffe im Darknet meist von Verkäufern aus den USA angeboten wurden, findet man nun Impfausweise, digitale Gesundheitszertifikate sowie gefälschte PCR-Tests aus aller Herren Länder im Netz. Der globale Preis für gefälschte Impfausweise ist ausserdem gestiegen, obwohl er sich bis August teilweise halbiert hatte. In den USA hat er sich von 100$ auf 200$ verdoppelt. Zugleich wird in immer mehr Ländern ein Schwarzmarkt detektiert und die Verteilungs­plattformen erleben einen Wandel.

Neben Telegram-Gruppen und dem Darknet gibt es inzwischen eine automatisierte Technik für Interessierte: In Österreich hat Check Point Research (CPR) einen Telegram-Bot gefunden, der kostenlos gefälschte Zertifikate erstellt. Man braucht nur die entsprechenden Angaben auszufüllen und schon erhält man eine PDF-Datei, einen negativen PCR-Test.

Derweil ist der Schwarzmarkt auf insgesamt 29 Länder expandiert, neun davon sind neu: Österreich, Brasilien, Lettland, Litauen, Malta, Portugal, Singapur, Thailand und die Vereinigten Arabischen Emirate. In Österreich und der Schweiz kostet ein gefälschtes Zertifikat derzeit um die 150€, wie in den meisten europäischen Ländern. In Singapur und den Vereinigten Emiraten zahlt man deutlich mehr, in Thailand oder Brasilien liegt der Preis eher um die 80$.

Zudem ist die Zahl der Anbieter stark gewachsen: Am 10. August konnte CPR etwa 1000 Anbieter auf Telegram feststellen. Jetzt finden die Sicherheitsforscher mehr als 10‘000 Anbieter, die behaupten, gefälschte Impfzertifikate anzubieten. Auf Telegram organisieren sich die Verkäufer, die gefälschte Impfzeugnisse verkaufen, in grossen Gruppen. Diese haben jeweils einen Abonnentenstamm, der mittlerweile die 200‘000 übersteigt und auf die Nachfrage schliessen lässt: Vor Bidens Ankündigung, eine umfangreiche Impf- und Testpflicht für grössere Firmen einzuführen, beobachtete CPR Telegram-Gruppen mit etwa 25‘000 Abonnenten. Bidens Ankündigung führte zu einem sofortigen Anstieg der Zahl der Abonnenten und Follower, wobei einige Gruppen sogar über 300‘000 Follower erreichten. CPR rechnet damit, dass der Schwarzmarkt für gefälschte Coronavirus-Impfausweise weiter florieren wird, je mehr Einschränkungen eingeführt werden.

Oded Vanunu, Head of Products Vulnerabilities Research bei Check Point, erklärt: „Wir haben uns das ganze Jahr über mit dem Schwarzmarkt für betrügerische Coronavirus-Nachweise befasst. Im Januar fand der Schwarzmarkt hauptsächlich im Darknet statt, wo man eine spezielle Software benötigte, um darauf zuzugreifen. Damals war der Markt wahrscheinlich für Händler gedacht, also für Leute, welche die gefälschten Waren in grossen Mengen in bestimmten Regionen vertreiben können. In den letzten neun Monaten wurden wir Zeuge einer Massenkonsumierung des Schwarzmarktes durch eine Verlagerung zu Telegram. Dieser Kanal ist für die Verkäufer aufgrund seiner Anonymität, Reichweite und Grösse attraktiv.

Als das Weisse Haus unter Biden zuletzt weitere Richtlinien für Impfungen ankündigte, warf Check Point Research einen weiteren Blick auf den Schwarzmarkt, nach unserem letzten Update am 10. August 2021. Das Wachstum des Schwarzmarktes für gefälschte Impfausweise ist exponentiell, doch ebenso hat sich der Preis für einen gefälschten CDC-Ausweis in den USA verdoppelt. Die Reichweite des Schwarzmarktes hat sich derweil auf neun weitere Länder ausgedehnt und wir schätzen, dass die Zahl der Verkäufer auf diesem Schwarzmarkt um das Zehnfache gestiegen ist, während die Zahl der Abonnenten der Verkäufer, die sich in Telegram-Gruppen organisieren, um das Zwölffache wuchs. Wir gehen ausserdem davon aus, dass der Schwarzmarkt für gefälschte Coronavirus-Impfausweise weiter florieren wird.“ 

Alles zu den Nachforschungen von Check Point Research lesen Sie hier: https://blog.checkpoint.com/2021/09/14/amid-vaccine-mandates-fake-vaccine-certificates-become-a-full-blown-industry/

Alle Berichte des Check Point Research Teams finden Sie unter: https://research.checkpoint.com/

 

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Über Check Point Research
Check Point Research (CPR) bietet führende Cyber-Bedrohungsinformationen für Check Point Software-Kunden und die grössere Intelligenz-Community. Das Forschungsteam sammelt und analysiert globale Cyber-Angriffsdaten, die auf der ThreatCloud gespeichert sind, um Hacker fernzuhalten und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle Check Point Produkte mit den neuesten Schutzmassnahmen aktualisiert werden. Das Forschungsteam besteht aus über 100 Analysten und Forschern, die mit anderen Sicherheitsanbietern, der Strafverfolgung und verschiedenen CERTs zusammenarbeiten.

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Check Point Software Technologies Ltd. (www.checkpoint.com) ist ein führender Anbieter von Cyber-Sicherheitslösungen für Unternehmen und Regierungen weltweit. Die Lösungen des Check-Point-Infinity-Portfolios schützen Kunden gegen Cyber-Angriffe der 5. Generation mit einer in der Branche führenden Fangrate von Malware, Ransomware und anderen Bedrohungen. Infinity ruht auf drei Kernsäulen, die kompromisslose Sicherheit und Bedrohungsabwehr der Generation V in Konzern-Umgebungen bieten: Check Point Harmony für Remote-Benutzer; Check Point CloudGuard für die automatische Absicherung von Clouds; Check Point Quantum für den Schutz von Netzwerkperimetern und Rechenzentren – alles gesteuert durch das branchenweit umfassendste und intuitivste Unified Security Management. Check Point schützt über 100‘000 Unternehmen jeder Grösse in der ganzen Welt.

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